Vanessa Licht

Rasende Reporterin

#WeisstDuWie? Sport und Brustkrebs

AstraZeneca Österreich wird Anfang 2024, startend mit dem Weltkrebstag am 4. Februar, zum Partner im Umgang mit der Diagnose Brustkrebs. Mit der Awareness-Initiative #WeisstDuWie? beantwortet das Unternehmen einige wichtige Fragen. Der Fokus 2024 liegt dabei auf dem Thema Sport und Brustkrebs.

Zum Jahresanfang 2020 lebten laut Statistik Austria1 mehr als 375.000 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Die Zahl der jährlich neu diagnostizierten Krebsfälle lag im Jahr 2019 über 40.000. Bei der Hälfte aller Erkrankten wurde ein Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs diagnostiziert. Brustkrebs ist in Österreich bei Frauen die am häufigsten vorkommende Krebserkrankung (es handelt sich um 117,5 Fälle pro 100.000 Frauen). Aber auch Männer können betroffen sein.

Zahlreiche Risikofaktoren tragen dazu bei, dass jedes Jahr viele Menschen in Österreich – und auf der ganzen Welt – an Krebs sterben. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen Geschlecht und Alter, genetische Faktoren bzw. Vererbung, eine hohe mammografische Dichte, Ernährung, hormonelles Ungleichgewicht bzw. Hormontherapie, Alkoholkonsum, Rauchen und Bewegungsmangel. Nach neuesten Erkenntnissen trägt regelmäßiger Sport bzw. vermehrte körperliche Aktivität erheblich zu Genesung, Prävention und Erhalt der Lebensqualität bei.2

(c) AstraZeneca



„Sport bzw. Bewegung spielt eine wichtige, oft unterschätzte Rolle im Umgang mit Krebs“, so Dr. med. univ. Roland Naglis vom Gynäkologischen Tumorzentrum am LKH Hochsteiermark. Körperliche Aktivität nach einer Brustkrebsdiagnose könnte laut einer im JAMA veröffentlichten Studie das Todesrisiko verringern. In dieser Studie überlebten Frauen, die sich pro Woche für mindestens eine Stunde körperlich betätigten, länger als Frauen, die weniger oder gar keine körperliche Aktivität ausübten3

Die Fokusfragen der Kampagne widmen sich dem Thema „Sport und Krebs“:
#WeisstDuWie … und wo du dich am besten zum Thema Brustkrebs informierst?Auf der Homepage www.mamableibgesund.at informiert AstraZeneca zu neuen Erkenntnissen in Sachen Brustkrebs und gibt wichtige Hintergrundinformationen. Die Wissenschaft erzielt täglich neue Ergebnisse hinsichtlich Behandlung und Therapie, aber auch die Patientin, der Patient hat diverse Möglichkeiten zusätzlich an Wohlbefinden, Prävention oder Genesung mitzuarbeiten.

#WeisstDuWie … sich Sport bzw. vermehrte körperliche Aktivität auf das Krebsrisiko auswirkt?
Einige Studien deuten darauf hin, dass sich körperliche Aktivität bei einer Krebserkrankung wie z. B. Brustkrebs günstig auf das Überleben der Patient:innen auswirkt. Eine im Jahr 2018 in der Fachzeitschrift Breast Cancer Research and Treatmentveröffentlichte Studie folgert sogar, dass auch bei genetischer Vorbelastung Sport in jungen Jahren das Brustkrebsrisiko senkt. Es wurde auch eine Reduktion von Nebenwirkungen der gängigsten Krebstherapien (z. B. Chemo-, Immun-, Endokrin-, Strahlungstherapie) und eine Steigerung der Lebensqualität vor allem bei chronischer Erkrankung beobachtet.5 Die Überlebensraten steigen und auch Kosten können gesenkt werden. „Sport bzw. Bewegung spielt daher eine wichtige, oft unterschätzte Rolle im Umgang mit Krebs“, so Dr. med. univ. Roland Naglis vom Gynäkologischen Tumorzentrum am LKH Hochsteiermark. „Körperliche Aktivität nach einer Brustkrebsdiagnose könnte laut einer im JAMA veröffentlichten Studie6 das Überleben verlängern. In dieser Studie überlebten Frauen, die sich pro Woche für mindestens eine Stunde körperlich betätigten, länger als Frauen, die weniger oder gar keine körperliche Aktivität ausübten“, bestätigt Dr. Naglis.


#WeisstDuWie … wie viel und welchen Sport du machen kannst/sollst?
Grundsätzlich gilt: Sport ist gut. Zwischen der Menge an Sport und der Anti-Krebs-Wirkung scheint es in den meisten Fällen einen Zusammenhang zu geben. Dennoch ist auch Vorsicht vor Überlastung geboten, es gilt ein moderates, an die individuellen Möglichkeiten der jeweiligen Person angepasstes Trainingsprogramm zu entwerfen.Deswegen soll alles immer in Absprache mit den Ärzt:innen passieren, die die körperliche Belastbarkeit besser einschätzen können.

#WeisstDuWie … du mehr Sport in dein Leben einbauen kannst?
Ideal ist ein gezieltes und individuell auf die Person abgestimmtes Training, das mit dem behandelnden Ärzteteam erarbeitet wird. Aber natürlich hilft es bereits, die Lieblingssportart vermehrt auszuüben oder mehr Aktivität ins Leben zu bringen. Dinge wie Einkaufen zu Fuß, Treppensteigen anstelle des Fahrstuhls oder Verdauungsspaziergänge können in den Alltag integriert werden. Auch im Urlaub kann der Aktivurlaub das Faulenzen am Strand ersetzen, hier gibt es unzählige spannende Angebote im Netz zu finden.

#WeisstDuWie … Brustkrebs entsteht?
Die Zellen unseres Körpers unterliegen einem ununterbrochenen Kreislauf. Alte oder geschädigte Zellen sterben regelmäßig ab und werden durch neue Zellen ersetzt. Gerät dieser Kreislauf jedoch außer Kontrolle, sodass alte Zellen nicht mehr absterben und neue Zellen sich ungebremst teilen, entsteht ein Tumor. Hierfür können Veränderungen in den Trägern der Erbinformation einer Zelle (den Genen) verantwortlich sein. Diese Veränderungen der Gene (Mutationen) führen schließlich dazu, dass aus einer normalen Körperzelle eine bösartige Tumorzelle wird. Man bezeichnet dies auch als Entartung einer Zelle. Verliert die Zelle dadurch ihre natürliche Teilungshemmung, kann sie sich ungehindert vermehren und ein Tumor kann sich bilden.

Ein bösartiger Tumor der Brustdrüse wird als Brustkrebs, medizinisch Mammakarzinom, bezeichnet. Am Anfang kann sich Brustkrebs auf den Bereich eines Drüsenläppchens beschränken, doch im Verlauf der Erkrankung besteht die Möglichkeit, dass er in ein invasives Stadium fortschreitet. Die Krebszellen wachsen in benachbartes Gewebe ein oder werden über die Lymph- und Blutgefäße im Körper verteilt und bilden in entfernten Organen sogenannte Tochtergeschwülste (Metastasen)7.


#WeisstDuWie … oft du zu deine:r Fachärzt:in gehen sollst?
Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Vorsorgeuntersuchung, die jede Frau regelmäßig selbst durchführen kann, um Veränderungen in der Brust festzustellen. Zunächst zur Beruhigung: Die meisten Veränderungen, die man bei der Tastuntersuchung findet, sind nicht bösartig. Das kann jedoch zweifelsfrei nur Ihre Gynäkologin bzw. Ihr Gynäkologe feststellen, die bzw. den Sie bei der geringsten Auffälligkeit aufsuchen sollten. Einmal im Jahr, so wird es Frauen ab 30 empfohlen, sollte man sich einer Vorsorgeuntersuchung für Brustkrebs unterziehen. Diese kann in einer gynäkologischen Praxis stattfinden. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird empfohlen, zusätzlich zur jährlichen Tastuntersuchung ein Mammografie-Screening zu besuchen.8

Quelle: 1 STATISTIK AUSTRIA, Österreichisches Krebsregister (Stand 19.01.2022)
Quelle: Miko HC, Zillmann N, Ring-Dimitriou S, Dorner TE, Titze S, Bauer R. Auswirkungen von Bewegung auf die Gesundheit [Effects of Physical Activity on Health]. Gesundheitswesen. 2020 Sep;82(S 03):S184-S195. German. doi: 10.1055/a-1217-0549. Epub 2020 Sep 22. PMID: 32984942; PMCID: PMC7521632.
Quelle: 3 Holmes M., Chen W., Feskanich D., Kroenke C., Colditz G.: Physical Activity and Survival after Breast Cancer Diagnosis, JAMA 2005; 293: 2479–86

Quelle: 4 Lammert J., Lubinski J., Gronwald J. et al.: Physical activity during adolescence and young adulthood and the risk of breast cancer in BRCA1 and BRCA2 mutation carriers. Breast Cancer Res Treat. 2018; 169:561–571

Quelle: 5 https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/sport-bei-krebs-so-wichtig-wie-.html; aufgerufen am 28.11.2023


Quelle: 6 Holmes M., Chen W., Feskanich D., Kroenke C., Colditz G.: Physical Activity and Survival after Breast Cancer Diagnosis, JAMA 2005; 293: 2479–86

Quelle: https://www.brustkrebs.de/was-ist-brustkrebs/definition-und-entstehung; aufgerufen am 20.11.2023

Quelle: https://www.leben-mit-brustkrebs.de/brustkrebs-verstehen/vorsorge-und-praevention; aufgerufen am 28.11.2023

Jänner 2024

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