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Vanessa Licht

Rasende Reporterin

Amy Wald für Amadeus Award nominiert

Mit Ohrwurm-Hits begeistert Amy Wald immer wieder die Fans, doch dass nicht nur diese von der Musiker:in begeistert sind, wird von der Nominierung beim Amadeus Award verdeutlicht. Die News schlugen ein und über 2.000 Instagram Follower freuen sich mit der Musiker:in. Die rasende Reporterin Vanessa Licht bat Amy zum Interview.

(c) Valentina Vale

„Das Ganze begann auf der Straße und mit Kurzvideos zu spontan geschriebenen Songs auf Instagram und heute sind wir einfach für Österreichs größten Musik Award in der Kategorie Songwriter:in des Jahres nominiert! In der Kategorie, die mir persönlich am meisten bedeutet. Ich pack das nicht!“, freut sich Amy Wald auf ihrem Instagram-Account. Die Musiker:in hat das geschafft, wovon viele träumen. Doch dahinter steckt sehr wohl harte Arbeit und viel Passion für die Musik.

Rasende Reporterin: Amy, war es ein harter Weg, es als Musikerin so weit zu schaffen? Wie viel Schweiß steckt in deinen Projekten?
Amy Wald: Es ist immer noch ein harter Weg! *lacht* Seit drei Jahren geht es jeden Tag um das Amy Wald Projekt und alles rundherum, da passiert es manchmal auch, dass wir uns zu viel auf den Teller legen. Aber wenn ich da nicht 100% meiner Aufmerksamkeit hineinstecke, dann würde ich heute vielleicht immer noch in Jugendzentren spielen. Versteht mich nicht falsch, in Jugendzentren zu spielen ist super, aber man muss sich halt die Frage stellen wo man mit den eigenen Projekten hinmöchte. Mein Ziel ist es von der Musik leben zu können, die Möglichkeit zu haben, jedes Jahr Konzerte zu spielen, auf Tour zu gehen und viel Musik zu veröffentlichen… da kommt man mit Shows in Jugendzentren leider nicht sehr weit. Aber ich habe mir auch nicht den leichtesten Weg ausgesucht, um meinem Ziel näher zu kommen. Wir sind ein winzig kleines Team. Neben mir gibt es nur meine Lebensgefährtin und Businesspartnerin Valentina Vale und unseren Manager und inzwischen auch Businesspartner Jonathan. Statt bei größeren Labels zu unterschreiben haben wir unser eigenes Label gegründet. Jetzt machen wir halt alles zu dritt. Dafür haben wir auch komplett freie Entscheidungskraft. Von der Entstehung einer Idee bis hin zur Veröffentlichung – alles passiert in unserer Zeit, nach unseren Anweisungen und nach unseren Vorstellungen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir Schuld daran sind, wenn etwas mal nicht so gut klappt oder wir zu lange an einem Task hängenbleiben und mit anderen Schritten nicht weiterkommen.
Ich würde es mir aber nicht anders wünschen! Ich verstehe aber auch, wenn man als Artist, und vor allem als Newcomer, lieber bei einem Label unterschreibt, anstatt alles selbst zu machen.

Amy Wald zeigt sich auch auf Instagram den Supportern dankbar: „WE did this together! Es fühlt sich ein bisschen so an, als wäre diese Nominierung für alle Menschen da draußen, die ihren Träumen nachgehen, während der gefühlte Rest der Welt darüber lacht oder was dagegen hat.“ Bis 6. Mai kann einmal pro Woche für sie unter www.amadeusawards.at gevotet werden. Die Verleihung wird am 9. September stattfinden. 

Rasende Reporterin: Was bedeutet dir die Nominierung und was macht deine Musik aus?
Amy Wald: Die Nominierung fühlt sich wie echte Anerkennung an. Durch die Nominierung habe ich mir beispielsweise konkret Zeit genommen, um nachzudenken, was in den letzten zwei, drei Jahren alles passiert ist und habe gelernt, die eigene Entwicklung wirklich wertzuschätzen. Das kommt, glaube ich, oft zu kurz, vor allem, wenn man von einem Projekt ins nächste springt.
Ich ertappe mich regelmäßig dabei, nur darauf fokussiert zu sein, wie viele Schritte und Arbeit noch vor mir liegen. Das kann sich bei mir schnell so auswirken, dass ich das Gefühl habe, noch nicht genug geleistet zu haben – da hat mein Perfektionismus sicher auch ein Wort mitzureden.
Da hilft die Nominierung, dieses Gefühl für ein paar Momente wegstecken zu können.
Vor allem weil sich die Nominierung auch wie eine Wertschätzung der österreichischen Musikbranche anfühlt und dafür bin ich sehr dankbar. Klar, im Leben und in der Musik geht es nicht um Preise, aber wenn man in Österreich Musik macht, wird man früher oder später über den Amadeus Award nachdenken und vielleicht auch zu träumen beginnen. Mit der Nominierung geht auf jeden Fall auch einer meiner Träume in Erfüllung!
Was meine Musik ausmacht? Ich habe das Gefühl, dass man das von außen leichter beurteilen kann, als der Artist selbst. Ich kann nicht erleben, wie meine Musik auf Menschen wirkt und Rückmeldungen sind ja auch Reaktionen aus zweiter Hand.
Das, was das Amy Wald Projekt für mich ausmacht, ist die Dokumentation der Entwicklung. Zu sehen, wo das ganze Projekt begonnen hat und welche Entscheidungen ich getroffen habe, um heute hier zu stehen – das ist spannend für mich. Vor allem, weil ich auch über Dinge rede, die nicht so gut funktionieren. Das fließt auch alles in mein Songwriting ein. Ich bin gespannt, wo das alles noch hingehen wird.

Rasende Reporterin: Was sind deine weiteren Pläne, worauf dürfen sich deine Fans freuen?
Amy Wald: Ich beginne gerade mit den ersten Arbeiten für mein Debüt-Album. Es gibt bis jetzt nicht mal die ersten Skizzen, ich stehe mit dem Album musikalisch wirklich soweit am Anfang, wie man vermutlich stehen kann *lacht*. Ich weiß noch nicht mal, in welche Richtung es musikalisch gehen soll. Aber das finde ich sehr interessant. Das einzige, was ich derzeit schon im Kopf habe sind Visuals. Also Bilder von Szenen, die meine gewünschte Stimmung des Albums einfangen. Das einzige, was ich jetzt schon weiß ist, dass ich den kompletten Entstehungsprozess gerne live festhalten möchte. Viele Artists veröffentlichen beispielsweise nach oder kurz vor einem Album Release Videos von den Albumaufnahmen, Artwork-Entstehung etc.. Ich würde das gerne „live“ machen. Ein Album ist verdammt viel Arbeit und es kann sicher auch viel schief gehen. Das würde ich gerne festhalten und auf den Sozialen Medien daran teilhaben lassen.

April 2021, Vanessa Licht

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