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Vanessa Licht

Rasende Reporterin

Von Lena zu Neiyla: Sängerin startet durch

Seit ihrem 16. Lebensjahr steht Neiyla (bisher als Lena bekannt) auf diversen Bühnen in Österreich, London, Berlin, Edinburgh, Südengland und Italien. Nach der Veröffentlichung des Electro-Pop Albums „Still can’t get enough“ mit Ed Win und Tonfried präsentiert sie nun ihr Soloprojekt – ihre Debut Single „Good Thing“. Wie es zum Namenswechsel kam und was die taffe Sängerin sonst noch zu erzählen hat? Die rasende Reporterin bat sie zum Interview.

(c) Claudia Hahn

Auftritte im Brucknerhaus in Linz, am Edinburgh Jazz and Blues Festival, im Hampstead Jazz Club in London, am Woodstockfestival der Blasmusik, beim Marianne Mendt Jazzfestival oder als Stargast des Internationalen Jugendtheater Awards 2019 stehen auf der Liste von Neiyla. Jetzt startet sie mit ihrer ersten Single durch. „Ich freue mich, unter meinem neuen Künstlernamen Neiyla mein Soloprojekt der Stilrichtung Pop/RnB zu präsentieren. Dabei habe ich die Möglichkeit, meine langjährige Leidenschaft zum Songschreiben und Geschichtenerzählen zu vereinen. Mit meinem positiven Sound und ehrlichen Texten möchte ich ganz besonders junge Frauen ansprechen und ermutigen ihren Wert zu erkennen, ihre Gedanken auszusprechen und selbstbewusst ihre Potenziale und Ziele zu verwirklichen“, verrät sie.

Der rasenden Reporterin stand sie Rede und Antwort.

Wie kam es zu deinem Namenswechsel, was hat dich dazu bewegt?
Mein neues Soloprojekt hat mich zu meinem Namenwechsel bewegt. Ich wollte einen Namen, der zu meinem internationalen Sound passt. Ich muss aber gestehen, dass mir die Namenswahl nicht leicht gefallen ist, da es ein eigenartiges Gefühl ist, sich selber einen Namen zu geben, mit dem man sich dann auch identifizieren kann. Auf Neiyla kam ich folgendermaßen: Ich verdrehte die Buchstaben meines Vornamens Lena zu Nela und fand dann eine einzigartige Schreibweise: Und so wurde aus Lena dann Neiyla.

„Good Thing“ beginnt minimalistisch als acoustic Song und steigert sich gradual immer mehr zu einem voll ausarrangierten Popsong mit RnB-Einflüssen. Die Kernaussage des Songs ist, dass man die „Guten Dinge“ nicht für selbstverständlich nehmen soll, denn sonst müsse man bald auf „etwas Gutes zurückschauen, dass man einmal hatte“. Viele Menschen sind auf der endlosen Suche nach immer mehr und übersehen dabei die „Guten Dinge“ und „Guten Menschen“ neben ihnen. Der Song „Good Thing“ handelt von einer Beziehung, in der genau das passiert. Die Stimmung, die der Song vermittelt, ist jedoch keine schwermütige, sondern ganz im Gegenteil beschreibt der Song einen von frecher Leichtigkeit geprägten letzten Warnschuss, eine letzte Chance an das Gegenüber, zu erkennen, was es hat, denn „you don’t wanna look back on a good thing you once had“.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Songs?
Fast ausschließlich aus meinem eigenen Leben. Oft inspirieren negative Ereignisse und der daraus resultierende Schmerz mehr dazu, Songs zu schreiben, als positive Ereignisse. Mir ist es jedoch in meinen Texten wichtig die Geschichte ins Positive zu wenden. Mit meiner Musik möchte ich meinen Zuhörern ein gutes Gefühl geben, jedoch habe ich keine Scheu davor, auch negative Themen anzusprechen.

Du möchtest mit deinen Texten junge Frauen ansprechen – wieso? Gab es hierzu schon Feedback oder Hate? 
Das hat viele Gründe. Einerseits wird man als junge Frau besonders in einer männerdominierten Branche, so wie die Musikbranche, oft unterschätzt und auf das Äußere reduziert. Andererseits werden wir Frauen noch immer oft darauf gepolt, „brav“ zu sein und keine „Probleme“ zu machen. Viele Frauen glauben, sie müssen es ihrem Umfeld recht machen und leben dann ein Leben, das nicht ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Mir ist es wichtig, dass besonders junge Frauen ihren Wert erkennen, in sich hinein hören und ihre Ziele selbstbewusst verfolgen und erreichen. Das wünsche ich natürlich auch allen jungen Männern, doch ich denke, dass besonders wir Frauen oftmals sehr unterschätzt und abgestempelt werden.

Was macht Musik für dich so besonders? 
Musik kann Dinge zum Ausdruck bringen, die man mit Worten nicht ausdrücken kann. Sie ist Teil von unseren schönsten Momenten, aber auch Teil der Momente, in denen wir uns am schlechtesten fühlen. Als Musiker hat man also die Ehre, den Soundtrack für sein Leben und hoffentlich auch das Leben anderer zu schreiben und das ist eine sehr schöne Aufgabe.

Was willst du mit deiner Musik erreichen?
Für mich ist auf jeden Fall der Weg das Ziel. Ich freue mich, in den nächsten Monaten fünf weitere Songs zu veröffentlichen und diese dann live zu performen. Ich hoffe – wie wahrscheinlich die meisten MusikerInnen – mit meiner Musik möglichst viele Menschen erreichen und berühren zu können.

Was ist deine Message an dein Publikum?
Hab Mut, deine Ziele zu verwirklichen und arbeite hart für die Dinge, die dir wichtig sind. Das Leben ist kurz, genieße die Zeit, die du hast und gestalte sie so, dass du glücklich bist.

Gibt es einen FUNFACT über dich? 
Ich trinke keinen Alkohol und war deshalb noch nie betrunken, jedoch merken das die wenigsten Partygäste. 🙂

September 2020, Vanessa Licht

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